Unsere Tools für weniger Mental Load und eine gleichberechtigte Elternschaft!
Der Mental Load ist real – und er betrifft besonders uns Mamas, weil sich das in der Elternzeit häufig automatisch einschleicht. Eine gute Familienorganisation sorgt dafür, dass nicht alles an einer Person hängenbleibt. Sie reduziert Stress, schafft mehr Zeit für die schönen Momente und sorgt für eine faire Aufgabenverteilung. Sie verhindert Missverständnisse, bringt Struktur in den Alltag und gibt jedem Familienmitglied Klarheit über seine Verantwortlichkeiten. Dadurch bleibt mehr Zeit für gemeinsame Erlebnisse und echte Entspannung. Damit der Mental Load nicht mehr zur Dauerbelastung wird, haben wir einige hilfreiche Tools und Strategien entdeckt, die den Familienalltag erleichtern und die Aufgaben fairer verteilen. Hier kommen unsere besten Tipps!
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1. Wochenplan
Gemeinsame Planung am Sonntag
Sonntags nehmen wir uns bewusst Zeit, um gemeinsam die Woche zu planen. Wer bringt die Kinder zur Kita? Wer übernimmt Arzttermine? Welche Einkäufe stehen an? Diese Fragen klären wir, bevor der Alltagsstress beginnt. Denn wenn jeder weiß, was ansteht, gibt es weniger Diskussionen und Missverständnisse.

Aufgabenverteilung nach Stärken und Vorlieben
Nicht jede Aufgabe muss genau 50/50 aufgeteilt werden. Es ist sinnvoller, sich an den Stärken und Vorlieben zu orientieren. Wenn jeder das übernimmt, was ihm leichtfällt oder sogar Spaß macht, sind es keine nervigen To-Dos mehr. Wichtig ist nur, dass ihr euch wertschätzend über diese Details austauscht und eine Lösung findet, mit der sich alle wohlfühlen.
Struktur durch einen sichtbaren Wochenplan
Um den Überblick zu behalten, nutzen wir einen magnetischen Wochenplan mit verschiedenen Farben – jede Person bekommt ihre eigene Farbe, sodass alle Termine und Aufgaben direkt sichtbar sind. Natürlich funktioniert das auch digital oder auf Papier. Wichtig ist, dass die Woche für alle strukturiert ist und jeder seine Aufgaben kennt.
Was gehört in den Plan?
Was kommt in den Wochenplan? Alles, was wichtig ist! Termine, Arbeitszeiten, Home Office, Kinderbesuch, Sport, Hobbys oder besondere To-Dos. Ein gemeinsam genutzter digitaler Kalender kann helfen, wird aber schnell unübersichtlich, wenn zu viele Einträge zusammenkommen. Ein sichtbarer Planer in der Wohnung macht es einfacher – jeder kann ihn auf einen Blick erfassen, ohne sich erst durch eine App zu klicken.
2. Putz- und Haushaltsroutine - Mit der richtigen Strategie geht’s leichter!
Ansprüche an Ordnung und Sauberkeit reflektieren
Eine gute Balance zwischen Ordnung und Gelassenheit ist entscheidend. Es ist wichtig, seine eigenen Ansprüche an Sauberkeit und Ordnung zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen. Was ist wirklich notwendig und was kann vielleicht etwas lockerer gehandhabt werden? Dabei hilft es, sich als Familie über die jeweiligen Werte auszutauschen, um individuelle Bedürfnisse zu erkennen und gemeinsam zu berücksichtigen.
Wenn Ordnung und Sauberkeit für eine Person essenziell sind, für die andere aber weniger, kann es schnell zu Konflikten kommen. Wenn nie darüber gesprochen wurde, entstehen Frust und Unverständnis, weil die eine Seite sich überlastet fühlt und die andere den Aufwand möglicherweise gar nicht wahrnimmt. Deshalb ist ein offenes Gespräch über Erwartungen und Kompromisse ein wichtiger Schritt für eine entspannte Familienorganisation.
Kleine Routinen für weniger Stress
Tägliche kleine Putz- und Haushaltsroutinen helfen dabei enorm, um nicht am Wochenende vor einem riesigen Berg an Aufgaben zu stehen. Wenn jeden Tag ein bisschen erledigt wird, bleibt mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Routinen sind auch gut für unser Gehirn, da sie kognitive Ressourcen sparen und uns helfen, effizienter zu arbeiten. Indem wir Aufgaben automatisch erledigen, ohne groß darüber nachzudenken, bleibt mehr Energie für andere wichtige Entscheidungen des Tages. Diese Routinen lassen sich teilweise auch direkt im Wochenplaner festhalten – so hat jeder eine klare Übersicht und weiß, was wann zu tun ist.
Sinnvolle Einteilung der Aufgaben
Um das Ganze noch effizienter zu gestalten, lohnt es sich, sich einmal hinzusetzen und alle anstehenden Aufgaben in sinnvolle Kategorien einzuteilen:
Tägliche Aufgaben:
-
Küche aufräumen
-
Wäsche machen
-
Oberflächen abwischen
-
Müll rausbringen
- Gartenpflege (saisonal)
Wöchentliche Aufgaben:
-
Staubsaugen und wischen
-
Badezimmer reinigen
-
Bettwäsche wechseln (alle 2-3 Wochen)
-
Kühlschrank durchsehen
Monatliche Aufgaben:
-
Fenster putzen
-
Tiefkühlschrank organisieren
-
Heizkörper entstauben
Vierteljährliche Aufgaben:
- Fenster putzen
- Kleiderschrank ausmisten
- Matratzen reinigen
- Schränke auswischen
Halbjährliche Aufgaben:
-
Dachboden/Keller aufräumen
-
Gardinen waschen
-
Möbelpflege (z. B. Polstermöbel reinigen, Holz ölen)
-
Haushaltsgeräte entkalken (z. B. Waschmaschine, Spülmaschine)
Aufgaben spielerisch verteilen
Die App Nipto kann helfen, die Aufgaben spielerisch aufzuteilen. Jeder übernimmt Aufgaben, sammelt Punkte und am Ende gibt’s eine kleine Belohnung. So wird die Putzarbeit fair verteilt.
3. Einkaufsliste und Essensplanung

Vorteile einer digitalen Einkaufsliste
Eine digitale Einkaufsliste (z. B. über Bring!) bietet viele Vorteile. Jeder in der Familie kann jederzeit etwas hinzufügen, sodass nichts vergessen wird.
Außerdem lassen sich die Einträge nach Kategorien sortieren, was den Einkauf effizienter macht. Kein lästiges Durchscrollen oder doppelte Wege mehr im Supermarkt!
Ein weiterer Vorteil: Man sieht auf einen Blick, was regelmäßig benötigt wird, und kann so gezielt Vorräte aufstocken, ohne erst im Schrank nachsehen zu müssen. Gerade wenn mehrere Personen einkaufen, verhindert eine geteilte Liste, dass Dinge doppelt oder gar nicht gekauft werden.
Warum ein Wocheneinkauf sinnvoll ist
Jeden Tag neu überlegen, was es zu essen gibt? Viel zu anstrengend! Eine feste Essensplanung spart Zeit, Nerven und unnötige Einkäufe. Wer einmal pro Woche gezielt einkauft, vermeidet spontane und meist teurere Einkäufe zwischendurch. Ein Wocheneinkauf reduziert außerdem Lebensmittelverschwendung. Wenn klar ist, was in den nächsten Tagen gekocht wird, werden nur die benötigten Mengen gekauft. Das spart nicht nur Geld, sondern auch Stress – denn niemand muss sich jeden Tag aufs Neue überlegen, was es zu essen geben soll.
Essensplanung
Klar: Eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist uns für unsere Kinder wichtig. Deshalb haben wir damit gestartet, an unserem Orga-Abend auch die Essensplanung für die kommende Woche zu machen. So ist dann nicht eine(r) alleine für die Ideen zuständig, was wann gekocht wird. Wenn man doch spontan Bock auf eine Pizza vom Italiener um die Ecke hat oder das Kochen zeitlich doch nicht mehr drin ist, weil es beim Kinderarzt länger gedauert hat, dann wird das geplante Gericht eben an einem anderen Tag gekocht.
4. Google Kalender
Ein gemeinsam genutzter Google Kalender ist für uns das absolute Must-have. Alle wichtigen Termine, Geburtstage und Deadlines kommen hier rein, und jeder hat Zugriff. Keine Ausreden mehr für vergessene Arzttermine oder Kita-Events!
5. Private To Do-Liste
Warum eine To-Do-Liste hilft
Eine private To-Do-Liste ist eine einfache, aber effektive Methode, um den Alltag zu strukturieren und den Kopf freizubekommen. Oft kreisen zahlreiche Aufgaben im Kopf herum, die man sich merken muss – von der nächsten Überweisung bis hin zum Geschenk für den Kindergeburtstag. Sobald man diese Punkte aufschreibt, fühlt es sich leichter an, und es geht nichts mehr verloren.

Das Abhaken von erledigten Aufgaben kann zudem sehr motivierend sein. Es gibt ein Gefühl der Kontrolle und Zufriedenheit, wenn man sieht, was man bereits geschafft hat. So entsteht eine bessere Übersicht über die anstehenden Aufgaben, und man kann Prioritäten leichter setzen.
Digital oder analog?
Ob man lieber eine klassische Notiz in einem Bullet Journal nutzt oder eine digitale App wie Todoist, Microsoft To Do oder Google Keep, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Digitale Listen haben den Vorteil, dass man Erinnerungen einstellen, Aufgaben priorisieren und sie mit anderen teilen kann. Zudem sind sie immer griffbereit – egal ob am Laptop oder auf dem Handy.
Bullet Journals hingegen eignen sich für alle, die gerne kreativ sind und ihre Listen individuell gestalten wollen. Das Schreiben von Hand kann zudem helfen, sich Aufgaben besser einzuprägen.
Struktur für weniger Stress
Eine gut strukturierte To-Do-Liste hilft nicht nur, den Alltag effizienter zu organisieren, sondern auch Stress zu reduzieren. Wer seine Aufgaben kennt und bewusst plant, vermeidet Last-Minute-Chaos und hat mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.
Langfristige Vorhaben auf Listen festhalten
Neben den täglichen To-Dos lohnt es sich, auch langfristige Vorhaben schriftlich festzuhalten. Urlaubsziele, Bücher, die man lesen möchte, Filme, die man sehen will oder Aktivitäten, die man mit den Kindern unternehmen möchte – all das kann in einer separaten Liste erfasst werden. So gerät nichts in Vergessenheit, und man hat jederzeit Inspiration für gemeinsame Erlebnisse oder persönliche Weiterentwicklung.
6. Finanzüberblick
Geld ist oft ein Streitthema – muss aber nicht sein. Eine klare Übersicht über Einnahmen, Ausgaben und wer was zahlt, sorgt für Fairness und Transparenz. Wir nutzen ein Gemeinschaftskonto bei der Norisbank, auf dem alle gemeinsamen Zahlungen laufen. Dort können alle Kartenzahlungen bestimmten Kategorien zugeordnet werden. So entfällt die aufwändige Excel-Tabelle, und wir sehen auf einen Blick, wie viel im Monat für Lebensmittel, Auto, Versicherungen etc. ausgegeben wird.
7. Checklisten

Ob für den Urlaub, den Schulstart oder die tägliche Morgenroutine – Checklisten erleichtern einfach alles. Einmal erstellt, immer wieder genutzt und nie mehr Chaos, weil etwas Wichtiges fehlt. Mit diesen Tools und Routinen wird der Mental Load weniger und die Familienorganisation läuft entspannter. Wichtig: Alle müssen mitmachen – sonst landet die Verantwortung am Ende doch wieder bei einer Person.
Autorin: Helena
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